Nicht immer bringt Feng Shui, die fernöstlich esoterische Lehre, den Nutzern das versprochene Glück. Der 49-jährigen Siegburger Fernsehpfarrerin Ulrike Cygankek, die jahrelang im Fernsehen das Wort zum Sonntag sprach, steht jedenfalls Ungemach ins Haus. Durch eine Signatur im einem Gemeindebrief 2005 mit dem “Künstlernamen” Lalinea wurde bekannt, dass die Pfarrerin Kontakte zur Troisdorfer „Akademie für Feng-Shui und Visionäre Führung“ unterhielt. Was es für den Arbeitgeber der Pfarrerin kritisch macht: Die Akademie steht in Verbindung mit dem Heilpraktiker Steed Dölger, der einen „Lichtweg“ propagiert und von kirchlichen Sektenbeauftragten kritisch betrachtet wird.

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, unterzog sich Cyganek in der Akademie einer Ausbildung als „energetische Feng-Shui-Beraterin“, erschien im Veranstaltungskalender des Seminarhauses Shanti Bhavan sowie auf der Internetseite der Akademie als Lehrkraft, war nach eigenen Angaben aber nie für die Einrichtung tätig. „Ich habe mich einfach nur für Feng-Shui interessiert“, beteuert die Theologin und Kommunikationswirtin.

Die Pfarrerin wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe zunächst beurlaubt, dann suspendiert. Jetzt läuft das Abberufungsverfahren. Bis das langwierige Verfahren entschieden ist, kann die Pfarrerin in der Gemeinde weiterarbeiten. Die Gemeinde selbst steht hinter ihr.

Abberufung der Fernsehpfarrerin? :: Pech mit Feng Shui
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