werden vom geltenden Strafrecht unzureichend erfasst, meint Volker Rieble, der bekannte Hochschullehrer in einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung. Zwar könne die Käuflichkeit einzelner Betriebsratsmitglieder geahndet werden, aber nicht der Kauf von Gruppen wie der AUB (der Name ist Programm: Arbeitsgemeinschaft “unabhängiger” Betriebsangehöriger). Deren Slogan: “Andere Zeiten brauchen andere Gewerkschaften”. Als ob es eine originelle Innovation wäre, sich kaufen zu lassen. Dies hat eine lange Tradition, zuletzt die “Mannschaft der Vernunft” bei BMW, ein Produkt der BMW-eigenen Marketingabteilung, das der IG Metall im Betriebsrat von BMW Konkurrenz machen sollte. Mehr zum “Arbeiterführer der Bosse” ebenfalls in der Süddeutschen.

Solange der Siemens Vorstand Feldmayer im Knast sitzt, dürfte er nach dem GRundsatz: “Ohne Arbeit kein Entgelt” eigentlich kein Geld bekommen. Mal sehen, ob Siemens den Vorstand wie andere Mitarbeiter behandelt …

Michael W. Felser
Rechtsanwalt

Arbeitsstrafrecht mit Lücke? Betriebsrat und Korruption
Bitte bewerten Sie diesen Beitrag

Kommentierungsfunktion ist momentan abgeschaltet.