Grösser, besser, schöner, das war Devise und Ergebnis der diesjährigen OMD, der Online Marketing Messe in Düsseldorf, die Frank Schneider und sein Team auf die Beine gestellt hat. Beeindruckend schon die Hallengrösse, die die Vorjahre deutlich in den Schatten stellte und die grosszügigen und aufwändig gestylten Stände. Die Besucherzahl dürfte sich glatt verdoppelt haben. Die Blondinendichte gilt als sicherer Indikator dafür, dass Online wieder sexy ist. Schon am ersten Tag eine Messe der Superlative. Aber das hatte seinen Grund. Nicht nur dass die Onlineumsätze mit Werbung explodieren, was anders als 2001 rationale Gründe hat. Die Branche hat gelernt und erkannt, dass das Interent das effezienteste Werbemedium überhaupt ist. Entsprechend nervös traten die Fernsehleute in den Podiumsveranstaltungen auf. Nur Fried von Bismarck vom Spiegel zeigte sich gekonnt lässig, ist es dem Spiegel doch gelungen, rechtzeitig Tanz- und Spielbeinchen in bekannter Qualität zu entwickeln und auf allen Hochzeiten auf hohem Niveau zu tanzen. Interessant waren am ersten Tag der unterhaltsame Vortrag von Zanox über Trends in der Onlinewerbung (Magische Wörter waren nicht nur dort Behavioral Targeting) und die Präsentation von Google´s regional zuständigem Director Schindler, der seine Liste der Mythen über das Internet zum Besten gab („Schindler´s Liste“). Dabei kam auch das nicht mehr ungestörte Verhältnis der Werbebranche zu Google zur Sprache. Hermann Vaske, der zuletzt mit seiner vielfach preisgekrönten Arbeit „Why are you creative“ hervorgetreten war (FAZ Feuilleton), präsentierte seinen neuen in Cannes vorgestellten neuen Film „Digital creativity“ vor und diskutierte mit Kreativen über das Thema. Auch die OMD Party in den Messehallen sprengte die bekannten Massstäbe, die Branche liess es, der Stimmung entsprechend, ordentlich krachen.

Michael W. Felser
Rechtsanwalt
Felser Rechtsanwälte und Fachanwälte

OMD 2007: Rekordansturm
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