Auch die Doping-Beichte des früheren Rad-Profis Rolf Aldag und sein Wunsch, aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrungen nun als Vorreiter für einen sauberen Radsport einzutreten, sowie die Installation des radsportfremden Managers Bob Stapleton scheinen im schwer gebeutelten T-Mobile-Team nichts zu bewirken.

Der T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz, der am Sonntag nach dem Rennen bei einer Abfahrt ins Teamhotel mit einem Zuschauer kollidierte und sich dabei – ebenso wie der Zuschauer – schwer verletzte, sieht sich nun noch ganz anderen Problemen ausgesetzt: Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) veröffentlichte heute die Meldung, daß Sinkewitz am 8. Juni positiv in Hinblick auf einen erhöhten Testosteronwert gestestet worden ist.

Neben den mittlerweile allseits bekannten Maßnahmen  der sportlichen Sperre und der arbeitsrechtlichen Freistellung oder Kündigung, stellt sich nunmehr die Frage, ob die seitens des UCI (Weltradsportverband) vor der Tour eingeforderte Erklärung der an der Tour de France teilnehmenden Fahrer, im Falle der Doping-Überführung ein Jahresgehalt Strafe zu zahlen, justiziabel ist. Auch Sinkewitz soll – um überhaupt an der Tour teilnehmen zu können – die Erklärung abgegeben haben. Nun, vielleicht sieht die Erklärung ja vor, daß nur Verstöße ab Unterzeichnung die Strafe verwirken…

Fundstelle: Mitteilung des ZDF vom 18.07.2007 

Christian von Hopffgarten
Rechtsanwalt & Fachanwalt
für Arbeitsrecht
Rechtsanwälte Felser

http://www.kündigung.de

Sport & Recht: Sinkewitz – Jahresgehalt als Strafe?
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