Bei der WestLB, die noch zu 38 % im Landesbesitz steht, sollen zwei Angestellte durch unverantwortliches Handeln einen Verlust von etwa 100 Mio. Euro verursacht haben. Der ehemalige Bereichsvorstand “Global Markets” der WestLB weist die Vorwürfe allerdings zurück und hat Klage gegen seine Kündigung eingereicht. Das Düsseldorfer Arbeitsgericht will den Fall am kommenden Freitag verhandeln. Dem Aktienhändler wird vorgeworfen, mit Kursdifferenzen zwischen Vorzugs- und Stammaktien spekuliert haben. Dadurch ist im Eigenhandel ein Verlust von 100 Mio. Euro entstanden. Die Ankündigung von Porsche, ein großes Paket von VW-Aktien zu erwerben, soll Berichten zufolge die Strategie vereitelt haben. Dabei soll der Händler die Limits überschritten haben.

Die Vorgänge werden auch von der Bankenaufsicht BaFin untersucht, die nach Bekanntwerden der Vorgänge eine Sonderprüfung eingeleitet hatte.

Die West LB soll auch Strafanzeige gestellt haben.

Michael W. Felser
Rechtsanwalt

West LB: Aktienhändler wehrt sich gegen Kündigung
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