Nachdem viele Ex-Profis des früheren Teams Telekom und heutigen Teams T-Mobile in den vergangenen Wochen sich selbst mehr oder weniger offenherzig früherer Doping-Vergehen bekannt haben und auch der frühere Rennstallchef Walter Godefroot schwer durch Jörg Jaksche belastet worden ist, spricht einiges dafür, daß Jan Ullrich sich wegen der gegen ihn gerichteten Strafanzeige wegen Betruges zu Lasten des Arbeitgebers keine allzu großen Sorgen mehr machen muß. Es kann schließlich nicht getäuscht werden, wer alles besser weiß.

Anders könnte die Sachlage aber im aktuellen Fall Sinkewitz liegen, weil man nach der Operation Puerto davon ausgehen darf, daß die Arbeitsverträge der Radprofis deutlich dahingehend geändert worden sind, daß der Fahrer dopingfreie Arbeitsleistung schuldet und auch zusichert. Im übrigen darf man bei Rolf Aldag (ähem) und Bob Stapleton an sich annehmen, daß sie bislang davon ausgingen, ihre Fahrer seien sauber.

Nach einer Mitteilung des WDR ist nun aufgrund einer anonymen Anzeige durch die Staatsanwaltschaft Bonn ein Ermittlungsverfahren gegen Sinkewitz wegen Betruges zum Schaden des Arbeitgeber eingeleitet worden.

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Christian von Hopffgarten
Rechtsanwalt & Fachanwalt
für Arbeitsrecht
Rechtsanwälte Felser

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Sinkewitz: Betrug durch durch Doping?
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