Der ADAC rät Autofahrern, die beim niederländischen Versicherer „IIC“ versichert sind, zur Kündigung. Die Versicherung hat unter den Bezeichnungen Ineas und Ladycar auch in Deutschland Autoversicherungen angeboten. Etwa 50.000 Policen dürften abgeschlossen sein. Die Versicherung kam aber in wirtschaftliche Schieflage und seit Juni 2010 steht sie

unter Notverwaltung. Die Policen enden gemäß einer Entscheidung des zuständigen niederländischen Gerichts zum 31.08.2010. Spätestens dann müssen sich die dort Versicherten eine neue Versicherung gesucht haben. Der ADAC rät den betroffenenen Autofahrern jedoch, schon jetzt für eine neue Versicherung Sorge zu tragen. Zwar werden Fremdschäden durch die Verkehrsopferhilfe reguliert; diese kann Regress bis zu € 2.500,00 beim Versicherten nehmen. Teilkasko- und Vollkaskoschäden werden unter Umständen gar nicht mehr reguliert. Dann müssten sich die Betroffenen an den niederländischen Insolvenzverwalter wenden. Und ob da etwas zu holen ist, steht in den Sternen…. und die Konkurrenz scharrt schon mit den Hufen und freut sich auf 50.000 Neuverträge.

Übrigens wer gar nicht handelt, kann sich strafbar machen. Fahren ohne Versicherungsschutz ist in Deutschland aus gutem Grunde nämlich strafbar.

Felser Rechtsanwälte und Fachanwälte

Axel Willmann
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

Automobilclub rät Ineas und Ladycar-Versicherten zur Kündigung
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