Das Schweizer Bundesgericht hat den früheren Radprofi Oscar Camenzind nunmehr rechtskräftig mit einer Buße von 500 Franken belegt.

Camenzind begann 1996 seine Profikarriere, in der er unter anderem Straßenweltmeister wurde und Mehretappenrennen wie den die Grand Prix Tell, die Tour de Suisse sowie Eintages-Klassiker wie Lombardei-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich gewann. Als Camenzind 2004 für das zwischenzeitlich aufgelöste Schweizer Phonak-Team, dem auch der des Eigenblut-Dopings überführte amerikanische Olympiasieger Tyler Hamilton sowie der Skandalsieger der Tour de France 2006, Floyd Landis, angehörten, fuhr, wurde er bei einer Trainingskontrolle positiv auf EPO getestet. Angesichts einer zweijährigen Sperre und einer Buße von 10.000,00 Franken beendete Camenzind seine Profikarriere.

Das Schweizer Bundesamt für Sport wollte die Sache jedoch nicht auf sich beruhen lassen und erstattete Anzeige gegen den unbekannten EPO-Lieferanten Camenzinds. In dem Ermittlungsverfahren wollte sich der Ex-Profi zu Person des Lieferanten nicht äußern. Das wurde mit einer Geldbuße bedacht. Die Beschwerde gegen den Bußbescheid ließ das Bundesgericht mangels ausreichender Begründung nun nicht zu.

Fundstelle: Meldung der Basler Zeitung vom 07.08.2007

Christian von Hopffgarten
Rechtsanwalt & Fachanwalt
für Arbeitsrecht
Rechtsanwälte Felser

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Sport & Recht: Camenzind muß zahlen
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