Am ersten Tag berichteten die Medien – ein wenig voreilig – davon, dass der Streik der der Lufthansa keine Wirkung zeige, also ins Leere laufe. Dabei lag dies auf der Hand, da anders als beim Bahnstreik nicht die Fahrzeugführer streikten, sondern das Bodenpersonal. Die Indianer also: Wartung, Catering, Abfertigung. Catering kann man bevorraten, die Abfertigung mit Leiharbeitern aufrechterhalten, aber die Wartung der Maschinen kann so schnell nicht ersetzt werden. Deshalb bleiben die ersten Kraniche am Boden. Dieser Streik zeigt aber auch wieder, dass es bestimmte spezialisierte Berufsgruppen sind, die die Wirkung bei Streiks auslösen. Nach Einschätzung von Experten wird der Streik länger dauern. Der Optimismus der Lufthansa, man werde die Streikfolgen gering halten können, dürfte sich allerdings nicht bestätigen. Die Kabinenpersonalgewerkschaft Ufo hat bereits angekündigt, ebenfalls streiken zu wollen und sich dabei nicht mit dem zu begnügen, was Ver.di erreichen wird.

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Michael W. Felser
Rechtsanwalt
Felser Rechtsanwälte und Fachanwälte

Kraniche am Boden: Lufthansa Streik zeigt Wirkung
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