Auch das gibt es: Einen falschen Referendar bei der Staatsanwaltschaft Offenburg. Die Stelle soll erschwindelt gewesen sein. Der 44-jährige hatte sich zuvor in anderen Bundesländern am 2. Juristischen Staatsexamen versucht; allerdings völlig erfolglos. Bei seiner Bewerbung hatte der Mann angegeben, bisher nicht durch die Prüfung gefallen zu sein.

Allerdings wird diese Behauptung nicht näher geprüft; eine bundesweite zentrale Erfassung dieser Daten gibt es nämlich nicht. Vielmehr werden nur in den jeweiligen Bundesländern Daten erfasst. Aufgefallen ist der Täuscher, weil er sich beharrlich geweigert haben soll, an Verhandlungen teilzunehmen und die Staatsanwaltschaft vor Gericht zu vertreten.

Vermutlich war er in Sorge, eben dort durch Unfähigkeiten aufzufallen. Nun muss sich der Jurist wegen Betruges verantworten. Der Prozess soll am 30.03.2009 eröffnet werden.

Axel Willmann
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

Quelle: Welt-online

Der falsche Referendar in Oldenburg
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