Dieses Konzept scheint nach einem Beitrag des Hamburger Abendblatts von heute der Insolvenzverwalter Schulte-Kaubrügger, zu favorisieren. Nach meiner Einschätzung wird es weitere Versuche dieser Art geben. Man kann der Anwaltschaft, den an diesen Versuchen beteiligten Anwälten und den Mandanten nur wünschen, dass diese nicht wieder in Richtung “Billigberatung” oder – wie es der Beitrag im Abendblatt zuspitzt: “Billiganwälte” geht. Wer potentielle Mandanten schon über das der Tätigkeit zugrundeliegende Vergütungsmodell in die Irre führt, wird das für ein Mandat notwendige Vertrauen nicht aufbauen können.

Auch die Anwaltsschaft muss dazulernen. Denn Juraxx hätte möglicherweise als normaler Wettbewerber ohne Preisdumping, sondern mit stärkerer Betonung des Kompetenzvorteile des Netzwerks bessere Chancen gehabt. Solche Modelle werden bald am Markt auftauchen.

Michael W. Felser
Rechtsanwalt
Felser Rechtsanwälte und Fachanwälte

Juraxx künftig als Anwaltsdienstleister?
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