Sonntag, 3. August 2003, 11 – 18 Uhr

„Geh‘ indisch“Ausstellung zeitgenössischer indischer Kunst

Erstmalig in Nordrhein-Westfalen zeigte die Galerie Borowski vom 3. bis 15. August 2003 indische Gegenwartskunst u.a. den Künstler Prof. Dhiraj Choudhury.

Die Kunstethnologin Karin Kathöfer stellte die Künstler vor. Indische Musik, Tanz und kulinarische Genüsse rundeten die ästhetische Reise ab.

Präsentiert wurden Werke von 15 KünstlerInnen, die in Delhi, dem Schmelztiegel der nationalen Gegenwartskunst, leben und arbeiten. Neben Ikonen der indischen Kunstszene wie Prof. Dhiraj Choudhury und Usha Biswas sind preisgekrönte Künstler wie Hem Raj und M.S.C. Satya Sai sowie junge Talente wie Mahmud Husain und Sidhartha Sankar Bora vertreten.

Lange Zeit vermochte Indien mythenhafte Assoziationen zu wecken. Das hat sich auch mit der Indian Vogue nicht geändert. Bollywood, Hindipop und Desi-parties hören zunehmend zu unserem Kulturrepertoire.
Weniger bekannt ist jedoch, dass sich in Indien eine lebendige Kunstszene entwickelt hat. Seit der ökonomischen Liberalisierung im Jahre 1991 erobert das indische Kunstschaffen mehr und mehr die internationale Kunstbühne.

Im Zentrum des indischen Kunstschaffens steht das Tafelbild, Techniken und Positionen sind jedoch so vielstimmig wie das Land selbst. Die KünstlerInnen stellen sich gleichermassen in die Tradition der westlichen und östlichen Kunstgeschichte, zitieren klassische, folkloristische und tribale Kunst.

Zentrales Thema im Zuge der Globalisierung ist die Suche nach der individuellen, regionalen und (inter)nationalen Identität. Die vielfältigen Erfahrungswelten und der rasante Wandel des urbanen Lebens werden kreativ, kritisch und humorvoll hinterfragt. Im sehr individuellen Umgang mit Farben, Formen und Symbolen werden figurative und abstrakte Welten entworfen, die ästhetisch über-zeugen und neugierig machen.

Die Nachlese zur Kunstausstellung

5.8.2003 in der Kölnischen Rundschau (von Hanna Styrie): „Die Realität bleibt ausgespart“

6.8.2003 im Brühler Schlossboten von Ariane Heller „Facetten indischer Kunst“

Bitte bewerten Sie diesen Beitrag

Kommentierungsfunktion ist momentan abgeschaltet.