BAG Urteil zur Durchschnittsnote im Arbeitszeugnis

Rechtsanwalt Felser kommentiert in der aktuellen Ausgabe der Legal Tribune Online, die auch über die meisten sozialen Medien verbreitete wird (Facebook, Twitter & Co.) das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 17.11.2014 zur Durchschnittsnote beim Arbeitszeugnis. Geklagt hatte eine Zahnarzthelferin, die Mitte 2011 mit der Schulnote drei („zu unserer vollen Zufriedenheit“) im Arbeitszeugnis bewertet wurde, aber der Ansicht war, sie hätte eine zwei („stets zu unserer Zufriedenheit“) verdient.

Das Arbeitsgericht Berlin und das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg waren der Meinung, auch wenn die Klägerin nur durchschnittlich war, hätte ihr Arbeitgeber ihr eine „zwei“ im Arbeitszeugnis geben müssen. Denn Studien aus 2010 und 2011 in denen 1810 Arbeitszeugnisse ausgewertet worden seien, hätten ergeben, dass nur ein kleiner Teil der Arbeitnehmer schlechter als zwei bewertet worden sei. Nehme man den statistischen Durchschnitt, sei die zwei eine Durchschnittsnote, die die Klägerin auch dann verdient hätte, wenn sie nur durchschnittlich war. Wenn der Arbeitgeber der Ansicht sei, die Klägerin sei im Arbeitszeugnis nur mit der Schulnote drei zu bewerten, hätte er diese unterdurchschnittliche Leistung darlegen und beweisen müssen.

Die neue Durchschnittsnote beim Arbeitszeugnis sollte nach Ansicht des Arbeitsgericht Berlin und des Landesarbeitsgericht Berlin daher die „zwei“ – also ein „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ sein.

Wie das Landesarbeitsgericht dazu kam und warum das Bundesarbeitsgericht mit Utreil vom 17.11.2014 diese Argumentation nicht mitgemacht hat, lesen Sie bitte in meinem  Beitrag auf Legal Tribune Online hier …

Michael W. Felser
Rechtsanwalt
Felser Rechtsanwälte und Fachanwälte
Köln und Brühl

Weitere Interviews von Rechtsanwalt Felser zum Thema „Arbeitszeugnis“:

Bild.de vom 19.11.2014 : Was Chefs zwischen den Zeilen sagen. So knacken Sie den Zeugniscode. Fachliche Beratung und Interview Rechtsanwalt Felser [mehr hier …]

WDR2 vom 18.11.2014: Arbeitszeugnis – drei ist Durchschnitt. Rechtsanwalt Felser live in WDR2 zum Thema Arbeitszeugnis (BAG-Urteil zur Durchschnittsnote) [mehr hier …]

Focus Money vom 10.06.2009: Arbeitsrecht: Eine Frage der Einstellung. Fatale Irrtümer von Abfindung bis Zeugnis (Martina Simon) Mit Interviewzitaten von Rechtsanwalt Michael W. Felser [mehr hier …]

Süddeutsche Zeitung vom 28.08.2008: Job & Karriere: Arbeitszeugnisse “Am Kopierer war er äußerst geschickt” Mit Interviewzitaten Rechtsanwalt Felser [mehr hier …]

Berliner Kurier vom 24.12.2005: Thema „Wenn der Ex-Chef sich rächt. Streit ums Zeugnis“ Mit Interview Rechtsanwalt Felser [leider nicht mehr online]

Schweriner Volkszeitung vom 06.12.2005: „Öfter Zwischenzeugnis anfordern: Wichtige Dokumentation der beruflichen Laufbahn“ mit Interviewzitaten von Rechtsanwalt Felser [leider nicht mehr online]

Freie Presse vom 17.11.2005: Zwischenzeugnis „Das kann sinnvoller sein als ein paar Euro Gehaltserhöhung“ Mit Interviewzitaten von Rechtsanwalt Felser zum Thema [leider nicht mehr online]

Mens Health vom 17.08.2005: Recht auf Belege – Mobbing während des Praktikums Mit Interviewzitaten von Rechtsanwalt Felser zum Thema „Praktikumszeugnis“ [mehr hier …]

Deutschlandfunk vom 31.05.2005: Arbeitszeugnisse – Auf jede Formulierung kommt es an. Von Mandy Schielke mit Interview Rechtsanwalt Michael W. Felser [leider nicht mehr online]

BAG Urteil zur Durchschnittsnote im Arbeitszeugnis
5 (100%) 1 vote

Kommentierungsfunktion ist momentan abgeschaltet.